Biografie

Vincent Bernhardt, ist ein kompletter Musiker: er verbindet eine hochrangige instrumentale Praxis mit einer soliden musikwissenschaftlichen Arbeit. International anerkannter Cembalist und Organist, Pädagoge und Leiter von Barockensembles, er bereitet auch eine Doktorarbeit vor.

Vincent Bernhardt, geboren 1987, ist ein kompletter Musiker: er verbindet eine hochrangige instrumentale Praxis mit einer soliden musikwissenschaftlichen Arbeit. Vincent Bernhardt ist international anerkannter Cembalist und Organist, Pädagoge und Leiter von Barockensembles; auch bereitet er eine Doktorarbeit mit dem Thema ‚Aufführungspraxis bei Vivaldi‘ vor.

Seine Ausbildung erhielt er in Metz (Conservatoire), Lyon (Conservatoire National de Région und Conservatoire National Supérieur), Stuttgart (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst) und Basel (Schola Cantorum Basiliensis). Er hält vier Master-Abschlüsse in Musik (Orgel, Cembalo, Basso Continuo und historische Orgel). Zu seinen Lehrern zählen u.a. Andrea Marcon, Jesper Christensen, Yves Rechsteiner, François Espinasse, Bernhard Haas, Jörg Andreas Bötticher, Lorenzo Ghielmi, Willem Jansen, Norbert Pétry, Jon Laukvik und Gérard Geay. Er studierte auch Dirigieren bei Andrea Marcon (Barock-Repertoire) und Julien Leroy (Symphonisches Repertoire),

wurde von Christophe Deslignes in das mittelalterliche Tastenrepertoire eingeführt und durch Kurse mit Willem Jansen und Michael Radulescu beeinflusst.

Als Cembalist, Organist und Experte für historische Tasteninstrumente gab er zahlreiche Konzerte als Solist: Kathedralen von Lausanne, Lyon, Metz, Le Havre, Forcalquier, Dunblane, Freiberg…; Seviqc Brežice Festival (Slowenien), Toulouse-les-Orgues, internationales Festival Città di Treviso, Orgel Festival Holland, Festival Leo Brouwer à Cuba, Saint Andrews Organ Week ; Silbermann-Orgeln in Saint-Quirin und der Predigerkirche Basel; historische Tasteninstrumente der Sammlung Tagliavinis in Bologna… Er nahm eine CD auf der berühmten Orgel Rémy Mahler von Baïgorry

auf, die Georg Böhm und den frühen Werken von J. S. Bach gewidmet war und bereitet zur Zeit eine Aufnahme des Wohltemperierten Klavier vor.

Im Jahre 2009 gründete er das Ensemble Il delirio fantastico, das auf alten Instrumenten spielt und mit dem er mehr als 70 Bach-Kantaten und eine große Anzahl von Instrumentalwerken des 17. und 18. Jahrhunderts mit besonderem Interesse für unbekannte Komponisten leitete. Seither gilt Il delirio fantastico als eines der vielversprechendsten jungen französischen Ensembles, und im Jahre

2017 erhielt es ein CHOC von der Zeitschrift Classica für das Album „Vivaldi: Concerti di Parigi„, das von Calliope herausgegeben wurde. Ein zweites Album, das ebenfalls Vivaldi gewidmet ist, war im Jahr 2018 veröffentlicht und wurde von der Fachkritik ausgezeichnet aufgenommen.

Mit 19 Jahren wurde er als Cembalist des Barockorchesters der Europäischen Union engagiert; ausserdem spielte er mit verschiedenen Ensembles und Orchestern: u.a La Cetra Barockorchester, dem Freiburger Barockorchester, dem Ensemble Gilles Binchois, dem RIAS-Kammerchor La Chapelle Rhénane, und den Orchestern von Luxemburg, Lothringen, Heidelberg, Essen und Köln (WDR).

Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe:

  • internationale Orgelwettbewerbe Gottfried Silbermann in Freiberg, J. S. Bach in Lausanne (erster Preis) and Cavaillé-Coll in Paris (Neuilly);
  • internationale Cembalowettbewerbe in Bologna und Lugano (Gianni Bergamo Classic Music Award, erster Preis).

Die Hans-Balmer-Stiftung verlieh ihm 2014 den Förderpreis. Im Jahre 2009 war er Organist an der Kathedrale von Lyon, und im Jahre 2010 war er Organist beim Internationalen Musikfestival von La Chaise-Dieu. Seit einigen Jahren ist er assoziierter Künstler des Silbermann Festivals.

Vincent Bernhardt ist seit 2012 Professor für Orgel und Basso continuo am Conservatoire von Metz. Er gibt regelmäßig Meisterklassen und Vorlesungen, unter anderem in Havanna (2013) und während der International Organ Week der St Andrew’s University (Vereinigtes Königreich).

Vincent Bernhardt bereitet eine Dissertation über „Das Konzept der Freiheit des Performers im Orchesterkorpus von Antonio Vivaldi“ in Lyon (Universität und Conservatoire Supérieur) vor. Er ist ein häufiger Redner in Konferenzen über die Interpretation von Vivaldis und Bachs Musik.

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